Problematischer Atomstrom
In seinen Anfängen wurde der Atomstrom als neuste und effektivste Energiequelle von vielen gelobt. Im heutigen Zeitalter von Treibhausgasemissionen und Umweltschutz verstummen die jubelnden Stimmen unter den Einwänden von Kritikern immer häufiger.
Im Vordergrund stehen dabei neben politischen und technischen Problemen besonders die, die im Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die Natur stehen.
Entgegen vieler Behauptungen ist der Atomstrom zunächst hinsichtlich des Kostenfaktors nicht so viel vorteilhafter wie vermutet. Allenfalls erreichen die Kosten seiner Erzeugung mittlere Werte und werden von fossilen Brennstoffen wie Öl dabei zurückgelassen; ganz abgesehen von den potentiellen Kosten, die außerdem bei einem Reaktorunfall zu begleichen wären.
Denn obwohl Befürworter der Kernenergie stets das durch aufwendige Sicherheitssysteme und höchste Vorsichtsmaßnahmen gewährleistete relativ geringe Risiko eines Unfalls hervorheben, bleibt zu beachten, welch enorme Gefahr von Materialien wie Uran im Zusammenhang mit den für den Atomstrom notwendigen Prozessen ausgeht. Hier stößt die von Menschen entwickelte Technik schnell an ihre Grenzen, kann sie doch das Risiko nicht auf einen solch geringen Prozentsatz senken, dass Anwohner im Umland eine Kernkraftwerks sorgenfrei leben.
Das Arbeiten mit radioaktiven Brennstoffen erregt daher nicht umsonst seit Jahren die Gemüter. Immer häufiger wird der Atomstrom Thema vieler politischer Debatten, in denen es darum geht, ob die Kernenergie überhaupt so effizient ist, dass sich das von ihr ausgehende Risiko für Mensch und Umwelt einzugehen lohnt.
Proteste gegen den Castor-Transport, auf dem sogenannter Atommüll in unterirdische Lagerstätten gebracht wird, sind außerdem regelmäßiger Auslöser für Demonstrationen und Konflikte.
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